Das HBG als landesbeste Schule im bundesweiten Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

| News

Großes Engagement der Schüler:innen auch in Coronazeiten –

das HBG ist landesbeste Schule im bundesweiten Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten!

Zum zweiten Mal in Folge ist das HBG als landesbeste Schule ausgezeichnet worden – im letzten Durchgang 2018/19 wurde es sogar bundesweit im weiteren Wettbewerbsverlauf zur achtbesten Schule ernannt.

Seit Beginn des Schuljahres haben viele Schüler:innen der 7., 9. und 10. Klassen sowie der Q1 und Q2 das Wettbewerbsthema bearbeitet: „Bewegte Zeiten – Sport macht Gesellschaft“. Unter Coronabedingungen war die Forschungsarbeit deutlich schwieriger als sonst. Normalerweise hätten die Schüler:innen jahrgangsübergreifend in der Schule und im Staatsarchiv Materialien gesucht, sie hätten gemeinsam außerschulische Orte besucht, Experten befragt und Gespräche geführt. Dies war alles nur unter Trennung der Klassen, per Videokonferenz oder mit sehr eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten im Archiv und der Bibliothek verbunden. Die Lehrerinnen Isabel Endemann, Louisa Lütjen, Patrizia Seidl und Christine Stangl sowie drei studentische Tutor*innen haben dabei geholfen, die Schüler:innen bei der Themensuche, der Recherche und der Umsetzung zu begleiten. Sportarten wie Rudern, Schwimmen und Fechten, Persönlichkeiten wie Bert Trautmann und Dora Ratjen, Orte wie das Weser-Stadion, die Galopprennbahn, eine Werder-Sporthalle und Themen wie das Frauenturnen in Bremen und das Swingtanzen – all das begeisterte und bewegte die Schüler:innen. Manches Vorhaben musste wegen zu großer Coronaeinschränkungen auch aufgegeben werden, aber am Ende kamen elf Wettbewerbsbeiträge von 16 Schüler:innen zustande. Ein Rekord für das HBG – und das trotz Corona!

Als Endprodukte kamen klassische wissenschaftliche Arbeiten, Podcasts, Kurzromane, Tagebucheinträge, Artikel und ein Theaterstück heraus. Hier sind die Wettbewerbsteilnehmer*innen und ihre Themen:

Philipp Jürgens, Malik Nold: „Bert Trautmann – fiktives Tagebuch zur Nachkriegszeit“ (7. Klasse)

Greta Lettau: „Der Brand der Bremer Galopprennbahn“ (7. Klasse)

Simeon Wesner: „Der SV Bremen von 1910 in der Nachkriegszeit“ (7. Klasse)

Meryem Begic, Lara Hassoun, Tim Sydow, Beren Üstüntas, Yusuf Vural: „Intergeschlechtlichkeit im NS-Sport: Der Fall Dora Ratjen. Eine fiktive historische Narration auf Basis von Quellenforschung“ (9. Klasse)

Fanny Bierwirth: „Die öffentliche Aufarbeitung der NS-Vergangenheit Werder Bremens am Beispiel der Mehrzwecksporthalle in der Hemelinger Straße“ (10. Klasse)

Philip Nentwig: „Bremer Rudersport in den Anfangsjahren des Nationalsozialismus – Gleichschaltung des Rudervereins von 1882“ (Q1)

Florentine Oetken: „Dora Ratjens Intersexualität – vom gefeierten Star zur totgeschwiegenen Person“ (Q1)

Gia-Linh Cao Nguyen: „Welche Luft als Turnerin! Theaterstück über die Anfänge des Bremer Frauenturnens“ (Q2)

Börge Sander: „Eisiger Winter. Rudern in Bremen zur NS-Zeit“ (Q2)

Karoline Tanck: „It don’t mean a thing, if it ain’t got a swing! Die Bremer Swing-Bewegung im Dritten Reich“ (Q2)

Melissa Urbahn: „Die Anfänge des Nationalsozialismus im Bremer Weserstadion“ (Q2)

Alle zusammen haben dazu beigetragen, dass das HBG landesbeste Schule wurde. Fünf der möglichen sieben Einzelpreise gingen zudem an Schüler:innen des HBG: zwei Landespreise (Gia-Linh Cao Nguyen, Karoline Tanck) und drei Förderpreise (Simeon Wesner, Florentine Oetken, Melissa Urbahn). Die Preisverleihung findet am 5. Oktober in der Bremer Bürgerschaft statt.

Nun sind wir gespannt, wie unsere beiden Landespreisträgerinnen auf Bundesebene abschneiden!

Die Geschichtstruppe ist im Übrigen weiter aktiv: Gerade erforschen die Schüler:innen zusammen mit Ulrike Petzold, freie Mitarbeiterin von Radio Bremen, das Leben von Rudolf Jacobs, einem ehemaligen Schüler der Schule. Dieser ist zum Ende des Zweiten Weltkriegs in den Widerstand gegangen, indem er in Norditalien die Wehrmacht verlassen und auf der Seite der Partisanen gekämpft hat.

(Geschichts-AG unter der Leitung von Isabel Endemann, Louisa Lütjen, Patrizia Seidl und Christine Stangl)

Zurück